Seelenschmeichler

 

Diese Seite nutzen wir, um Ihnen Dinge vorzustellen, oder wieder ins Gedächtnis zu rufen, die Ihnen gut tun.

 

Wie oft vergessen wir, was wichtig ist im Leben?!

Wie oft vergessen wir, uns einfach Zeit für uns zu nehmen?!

Wem nutzen wir schließlich, wenn der Stress uns zusammenbrechen lässt, wenn die Gedanken über Vergangenes, das wir nicht mehr ändern können, uns zermürben?!

 

Es ist Zeit, dies zu ändern. Es ist Zeit, dass Sie wieder zu sich selber finden und die Prioritäten in Ihrem Leben neu ordnen!

 

Das schaffen Sie nicht, oder nicht alleine? Auch hier helfen wir im Rahmen unserer Möglichkeit gerne.

 

Wie sagte Mark Twain so schön:

 

"Gib' jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden!"

 

Und jetzt ganz ehrlich: Wie haben Sie diese Seiten gelesen? Unter Stress, weil der Bauch schmerzt oder rumort? Oder unter Zeitdruck, weil der nächste Termin ansteht? Ja?

 

Oder sitzen Sie völlig entspannt, vielleicht mit einer Tasse Tee in gemütlicher Kleidung (vielleicht das warme Körnerkissen auf dem Bauch), bequem auf dem Stuhl, dem Sessel, dem Sofa zurückgelehnt? Nein? Warum nicht? Nicht daran gedacht? Das verstehen wir! Uns ging es genauso, aber es lässt sich ganz einfach ändern. Versuchen Sie es mal.......

 

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"Mein kleiner Engel"

 


Mama, Mama, bald ist Weihnachten!“ freute sich die 6jährige Lara. „Erst einmal hat die Adventszeit begonnen, bis Weihnachten ist noch ein wenig Zeit.“ sagte Laras Mama. „Aber du kannst gleich auf dem Weg zur Schule schauen, ob Frau Straten wieder den kleinen Tannenbaum mit den bunten Lichtern für dich ins Fenster gestellt hat. Sie freut sich übrigens immer sehr, dass du ihr jeden Morgen zuwinkst. Sie wartet extra am Fenster auf dich.“


Frau Straten ist eine ganz liebe alte Frau, Mama. Ich mag sie gerne.“ Laras Mama lächelte und strich ihr über den Kopf. Dann hielt sie ihrer Tochter die Jacke hin, half ihr, den Schal und die Handschuhe anzuziehen und hob ihr den Schulranzen auf den Rücken.


Lara ging seit dem Sommer in die Schule und seit einiger Zeit sogar alleine. An der Haustür gab Lara ihrer Mama ein Küsschen und winkte zum Abschied. Fröhlich hüpfend lief sie den Bürgersteig entlang. Frau Straten wohnte zwei Häuser weiter und schon von weitem sah Lara die bunten Lichter des kleinen Tannenbaums. Sie lachte vor Freude laut auf und winkte Frau Straten, die lächelnd hinter der Fensterscheibe stand. Lara bemerkte nicht, wie sehr Frau Straten das Lächeln anstrengte. Und Lara wusste auch nicht, dass Frau Straten sich schon seit einigen Tagen nicht wohl fühlte. Doch für Lara würde sie sich sogar mit dem Kopf unter dem Arm ans Fenster stellen, so sehr erhellte ihr Kinderlachen ihre Seele.


Am nächsten Morgen lief Lara wieder gut gelaunt aus dem Haus zur Schule. Gerade noch hatte sie mit Mama besprochen, dass sie am Wochenende Plätzchen für Frau Straten backen wollten. Lara winkte Mama zum Abschied und überlegte, welche Plätzchen Frau Straten am liebsten mögen würde, als sie sah, dass das Fenster mit dem kleinen Tannenbäumchen dunkel war. Wo war Frau Straten? Sie stand doch bisher jeden Morgen am Fenster, hatte sie vielleicht verschlafen?


Enttäuscht lief Lara weiter Richtung Schule, blieb jedoch an der nächsten Straßenecke stehen. Irgendetwas sagte ihr, dass Frau Straten bestimmt nicht nur einfach verschlafen hatte. Sollte sie weiter zur Schule laufen oder lieber schnell zurücklaufen und bei ihr klingeln? Wenn Sie sich beeilte, würde sie noch pünktlich zur Schule kommen, dachte Lara, drehte sich um und rannte wie der Wind zurück zu Frau Stratens Haus. 


Lara klingelte, klingelte noch einmal und noch ein drittes Mal, doch die Tür öffnete sich nicht und das Licht ging auch nicht an. Sie hüpfte vor dem Fenster auf und ab, aber sie war zu klein und das Fenster nicht zu erreichen. Jetzt konnte nur noch Mama helfen, dachte Lara und rannte nach Hause. Ihre Mama öffnete erstaunt die Tür. Lara erzählte außer Atem, was geschehen war. Wie gut, dass Mama ruhig blieb, denn Lara war ganz aufgeregt. Zusammen gingen sie zum Haus von Frau Straten. Auch Laras Mama klingelte noch einmal, doch die Tür öffnete sich auch diesmal nicht. Sie ging zum Küchenfenster und stellte sich auf die Zehenspitzen. Mit den Händen hielt sie sich an der Fensterbank fest, denn nur so konnte sie ein wenig vom Wohnungsinneren erkennen. Und dann hörte Lara, wie ihre Mama vor Schreck die Luft einsog.


Frau Straten liegt dort drin auf dem Boden und bewegt sich nicht, Lara. Sie ist bestimmt gestürzt! Ich rufe sofort die Polizei, damit sie die Tür aufbrechen kann und den Krankenwagen.“ Lara erschrak furchtbar. Mama nahm ihr Handy und während sie mit der Polizei sprach, nahm sie Lara tröstend in den Arm.


Dann ging alles ganz schnell. Hilfe kam und Frau Straten wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, sie hatte einen Schlaganfall erlitten. Gott sei Dank lebte sie noch, doch wäre Lara nicht gewesen.....


Von diesem Tag an war Lara für Frau Stratmann nur noch "mein kleiner Engel" und am Heilig Abend hätte Lara schwören können, dass der Engel auf der Tannenbaumspitze ihr zuzwinkerte.




©Silke Castor, 2014


 

Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit realen Personen wäre rein zufällig und gänzlich unbeabsichtigt.

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