Reidzarmsyndrom und Ernährung

 

Beim Reizdarmsyndrom bedeutet die Ernährung ein Umdenken! Aber keine Angst, es ist nicht schwierig. Zu Beginn vielleicht ein wenig aufwändig, aber es ist - wie wir Betroffenen festgestellt haben - sehr effektiv und lindert viele Beschwerden.

Und wer schreibt uns schon vor, dass ein Mittagessen immer aus Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Soße bestehen muss?!

 

Natürlich verträgt der Eine ein bestimmtes Nahrungsmittel besser, als der Andere. Daher sollte jeder für sich individuell austesten, welches Nahrungsmittel ihm Beschwerden bereitet. Beachten Sie dabei aber bitte, dass die Beschwerden nicht immer zeitnah auftreten müssen. Es kann sein, dass Sie morgen Früh Durchfall haben, der auf das Mittagessen von Heute zurückzuführen ist.

 

Differenzierter müssen dies Betroffene mit Lactoseintoleranz und/oder Fructosemalabsorbtion handhaben. Für diese Betroffenen gibt es z. B. Mittel, die die Verträglichkeit der "heiklen" Nahrungsmittel verbessern.

 

Grundsätzlich gibt es beim RDS Nahrungsmittel, die bedenklich sind.

 

Hier einmal eine kleine Auswahl:

 

Kaffee mit Coffein  (ersetzbar durch entcoffeinierten Kaffee oder Espresso)

Limonaden

Alkohol

verschiedene Teesorten (Pfefferminztee kann z. B Sodbrennen auslösen)

roter Traubensaft

Rotwein

 

Nüsse

Trockenfrüchte

Früchte mit viel Säure (Zitronen, Orangen, Mandarinen etc.)

sehr reife Früchte (Birnen, Bananen etc.)

Rohkost

Süßigkeiten (Schokolade, Gummibärchen etc.)

Kuchen, Plätzchen u. Teilchen

 

Quark (auch ohne Lactoseintoleranz)

Buttermilch (auch ohne Lactoseintoleranz)

 

Vollkornprodukte (lieber Weißbrot oder Toast)

 

Fertiggerichte

Gebratenes

sehr Fettiges

Essig

 

Alle Kohlsorten

Pilze

Zwiebeln

 

Wie gesagt, dies ist nur eine kleine Auswahl, die sich von Betroffenem zu Betroffenem beliebig erweitern oder verkürzen lässt.

Oft hilft es, einfach die Kombination beim Essen zu ändern. Sollten Sie gerne Blumenkohl essen, okay, warum nicht, aber bitte mit dem doppelten Anteil Kartoffeln dabei. Somit verdünnt sich die Wirkung des Kohls. Auf das Fleisch würde ich dabei z. B. dann lieber ganz verzichten.

 

Ein kleiner Tipp für Betroffene, die gerade glauben gar nichts mehr essen zu können: Babygläschen sind gut verträglich und helfen über die erste schlimme Zeit hinweg!

 

Ernährungstagebücher können geführt werden, wobei ich das für mich als zu zeitintensiv angesehen habe.

 

Seien Sie sich sicher, Sie schaffen es!!! Hilfestellung geben wir Ihnen gerne!

 

Weihnachtsplätzchen


Viele von uns können Plätzchen nicht so gut vertragen. Daher hier ein Rezept für Weihnachtsplätzchen, die vielleicht aufgrund der besonderen Zutat ein wenig verträglicher sind:


250 Mehl

125 kalte Butter/Margarine (je nach Verträglichkeit)

100 g Zucker (für weniger süße "Leckermäuler" reichen auch 50 g oder ihr probiert Stevia-Süße aus)

1 Ei

1 Prise Salz

evtl. 150 Kuvertüre (nicht für alle verträglich)


Das ist der Grundteig. Wer mag, fügt das Mark von einer 1/2 Vanilleschote bei.  


Und jetzt kommt die "Besonderheit". Ich kaufe Anis-, Fenchel-, Kümmeltee in Teebeuteln. Dann schneide ich zwei Beutel auf und füge den Inhalt dem Teig bei.

Wem das zu einfach ist, der kann die Zutaten natürlich auch lose im Reformhaus kaufen. Wem die Zutaten in den Plätzchen zu "grob" sind, der kann sie vorher natürlich auch nach zerkleinern.


Ofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen.

Aus den Teigzutaten einen geschmeidigen Teig zubereiten und für 1 Std. kalt stellen.

Danach Teig ca. 3 mm dick ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen. Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 6 - 8 Min. backen.


Bei Verwendung von Kuvertüre diese im Wasserbad (für Könner auch in der Mikrowelle) schmelzen und abgekühlte Plätzchen entweder damit verzieren oder zur Hälfte/zu einem Drittel eintunken. Zum Trocken auf ein Kuchengitter legen.


Zum Knabbern kann man die Plätzchen auch gut ohne Zucker zubereiten, was sie natürlich noch etwas mehr verträglicher macht.


Viel Spaß beim Ausprobieren!


Natürlich würde ich mich freuen, wenn Ihr mir Rückmeldung gebt, ob Euch das Rezept gelungen ist und ob ihr es vertragen habt.


 

ACHTUNG: MUSCHELZEIT!

 

Wer gerne Muscheln isst, sollte vorsichtig sein. Der Muschelsud ist oft stark gewürzt und kann im Nachhinein zu Magenschmerzen (-beschwerden) oder auch Darmschmerzen (-beschwerden) führen. Also bitte mit Vorsicht genießen oder lieber gar nicht essen, wenn es dem Magen-Darm gerade sowieso nicht gut geht!